Abschied aus dem Kreistag des Landkreises Landshut

Kreistagsfraktion


Peter Barteit und Bernd Zauner bei ihrer letzten Sitzung im Landshuter Kreistag

Am Mittwoch, 30. April fand die letzte Sitzung in der Amtsperiode 2008 - 2014 statt.  Peter Barteit (Vilsbiburg) und Bernd Zauner (Neufahrn) beendeten an diesem Tag auch ihre Tätigkeit als Kreisräte.

Die beiden Kreisräte blicken auf ihr politisches Wirken im Landkreis Landshut zurück:

Peter Barteit: "In 36 Jahren Kreistagstätigkeit hat man einiges erlebt. Schön war die Gewissheit, direkt für die Daseinsvorsorge der Bürgerinnen und Bürger arbeiten zu können. Ich denke nur an die die flächendeckende Krankenhausversorgung, Schulen der unterschiedlichsten Stufen, eine gut funktionierende Abfallwirtschaft, hervorragend ausgebaute Verkehrswege und vieles andere mehr. Als erfreulich empfand ich die gute interfraktionelle Kooperation mit allen vier Landräten in dieser Zeit sowie vielen anderen Kreistagsmitgliedern. Enttäuschend war für mich vor allem das Scheitern der von der SPD immer wieder vorangetriebenen verbesserten Kooperation der Krankenhäuser im Raum Landshut. Von dem ab 1. Mai verantwortlichen Kreistag wünsche ich mir, dass der stets das Leitbild des Gemeinwohl und die Abwehr von Einzel- und Sonderinteressen auf der Agenda haben möge. Frei nach dem Propheten Jeremia könnte man diese Forderung auch so formulieren: "Suchet des Landkreises Bestes; denn wenn's ihm wohlgehet, so gehet es allen Bürgerinnen und Bürgern wohl!"

Bernd Zauner (6 Jahre Kreisrat)

"Mir hat besonders gut der kollegiale Umgang der Kreisräte untereinander und miteinander gefallen auch und gerade parteiübergreifend. Vor allem die Arbeit innerhalb der Fraktion mit dem offenen Meinungsaustausch, auch bei unterschiedlichen Auffassungen, wie am Beispiel des Landkreis-Gymnasium ersichtlich, und der anschließenden Konsensfindung war durchaus bereichernd.

Bei meiner Tätigkeit im Hochbauausschuss und ab und zu auch im Zweckverband der Berufsschulen standen gestalterische Möglichkeiten (in eingeschränktem Maße) im Vordergrund und man hatte den Eindruck nachhaltige Beiträge leisten zu können, was naturgemäß nicht immer möglich war.

In einigen Fällen war die parteipolitische Ausrichtung in der Sachdiskussion einzelner Themen deutlich erkennbar und führte zu unnötigen Reibereien und Auseinandersetzungen, die auch noch über die Presse kommuniziert wurden und den Prozess der Entscheidungsfindung deutlich hemmten. Ebenfalls bedenklich fand ich den Hang zur Selbstdarstellung; die Verwendung des Ausdrucks „Vorzeige…“ egal ob in Verbindung mit Schulen, Krankenhäusern oder sonstigen Objekten ließ einen ernsthaften Sparwillen doch häufiger vermissen.

Den neugewählten Kreisräten wünsche ich Mut, Zuversicht und Beharrlichkeit bei der Verwirklichung ihrer Vorstellungen, die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Kompromissbildung sowie viele neue Ideen für die Arbeit im Kreistag zusammen mit der SPD-Fraktion zum Wohle des Landkreises Landshut."

 

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